Kirchentag Berlin 3

„Nicht in meinem Namen“
Das Konzert mit Bodo Wartke war das Anstehen wert. Aber dazu brauche ich nicht viele Worte zu verlieren.
Schon bei einem besonderen Gottesdienst in Bad Berleburg hörte ich von dem Lied „Nicht in meinem Namen“. Live und mit Erläuterungen ging es mir ins Herz. Denn es verwischt nicht mit einem „Wir glauben doch alle an den gleichen Herrgott“ die bestehenden Unterschiede zwischen den monotheistischen Religionen. Zugleich betont es die den Religionen gemeinsame Grundüberzeugung, dass ein Schöpfergott nicht Leid und Schmerz für seine Geschöpfe wollen kann. Woimmer wir hingehen und Gewalt, Hass, Ausgrenzung zu legitimieren versuchen mit Verweisen auf Gott, dort müssen wir uns dem Urteil stellen, damit Gott zu missbrauchen und seiner Liebe zu seiner Schöpfung Gewalt anzutun.

Kirchentag Berlin 2 b

Das „Hirschhausen-Phänomen“
Da stehen wir an, tausende von KirchentagsteilnehmerInnen, diesmal nicht für Obama und Merkel, auch nicht, um spirituelle Persönlichkeiten zu belauschen oder uns einzubringen in eine Positionierung zur AfD.
Nein, wir stehen an, um unter der Anleitung eines Vertrauen erweckenden Arztes zu lachen und uns ein Wohl-Gefühl abzuholen. Nach meinem Eindruck Menschen aus sehr unterschiedlichen „Milieus“, auch altersmäßig bunt gemischt. Nur die, die die Ausgaben von Zeitschriften über Jahrzehnte gesammelt haben und die die Geschichte des Kirchentages ohne Zuhilfenahme eines Konzeptes referieren können, fehlen.
Uns in den gefüllten Hallen tut es gut zu sehen, keine belächelten Außenseiter zu sein. Zugleich sagt es viel aus über die Defizite in unserer Gesellschaft, wenn wir für ein befreiendes Lachen eines Entertainers bedürfen. Gut, dass es ihn gibt. Noch besser wäre es, wenn wir ihn nicht bräuchten!

Kirchentag Berlin 2

Manchmal sind die Veranstaltungen die besten, in denen man aus Versehen landet: statt in Halle 21b saß ich in 21a. „Radieschenfieber“ ein Soloprogramm mit Seil, Tuch, Plastikbechern und Co. Biblische Geschichten, humorvoll erzählt, mit Gegenwartsbezug und zugleich ein Fest für’s Auge! Es gibt keine Zufälle.

Matthias Nagel und Kollegin rockten Mittags die „Westfalenhalle“.

Kirchentag Berlin 1

Eine heitere und kluge Bibelarbeit zum Auftakt mit Didi Jünnemann und Gundula Schmidt, entlarvend und manches gerne zum Mitnehmen. Leider nur etwas wenig Bibel für meinen Geschmack.
Am Abend ein hervorragendes Konzert mit dem Charitechor. Frisch gesungen, sehr präsent, feinfühlig. Über die im Kirchraum vorher freigesetzten heiligen Kampfstoffe konnte man da hinwegriechen.
Beim Markt der Möglichkeiten bin ich auf eine Initiative für Trostpuppen zum Einsatz in der Arbeit mit Geflüchteten gestoßen. Es wäre wert, darüber mehr zu berichten. Vielleicht kann ich noch den Link nachliefern.

Konfirmationspredigt zu Röm 1, 16f

Vertretungsweise durfte ich 12 junge Menschen der Kirchengemeinde Banfe konfirmieren. Nachdem sie im Vorstellungs-Gottesdienst sich ein Stück zu Martin Luther ausgewählt haben, plante ich eine Ansprache zu dem Text aus dem Römerbrief, der für den reformatorischen Durchbruch Martin Luthers besondere Bedeutung hatte. – Als ich die 12 im Altarraum sitzen sah und den Vorstellungsgottesdienst Revue passieren ließ, habe ich den Aufbau der Predigt verändert. Trotzdem für alle Interessierten zwei Gebete und und die vorbereitete Predigt zum Nachlesen.